Finale Oschersleben

Am 16. und 17.8.19 steht das Saisonfinale der Trofeo Italiano auf dem Programm. Meisterschaftsfavorit Oliver Rodenhäuser kann den berühmten Sack in der Magdeburger Börde zumachen. Seinen schärfsten Konkurrenten und Vorjahresmeister Hans Werner Haas sollte man jedoch nicht unterschätzen. Der Routinier wird mit seiner KTM 1190 R all seine Erfahrung in die Waagschale werfen, zudem plagen Rodenhäusers Umstellungsprobleme. Der Lange und die neue V4-Diva sind noch kein wirkliches Traumpaar geworden. Und auch Harald Thiel, der dritte im Bunde mit Meisterschaftschancen, hadert mit Technikfipps seiner Ducati Panigale. In Brünn ist das gute Stück in der Einführungsrunde einfach ausgegangen und lies sich nicht mehr starten, sehr zum Verdruss von Thiel.

Hans Werner Haas (rechts) und Doppelsieger Torsten Schreiter auf dem Podium in Schleiz.

Hans Werner Haas ist heimlicher Meisterschaftsfavorit

In Schleiz traten Rodenhäuser und Thiel leider aus beruflichen Gründen nicht an. Trofeo-Supersport-Kollege Kai Süßlin hatte zum allem Überfluss alle Instandsetzungsversuche seiner MV Agusta 800 R einstellen müssen. Er konvertierte kurzerhand mit Leihmotorrad seines Vaters Horst sehr erfolgreich in den Triumph Street Triple-Cup. So machten schließlich Hans Werner Haas und Torsten Schreiter das Ding in Schleiz schiedlich und friedlich unter sich aus. Schreiter mit Doppelsieg vor Haas, der in Oschersleben der heimliche Meisterschaftskandidat sein könnte. Die Strecke liegt ihm und seine 1190er KTM ist ein Ausbund an Zuverlässigkeit.

Kumpels auf und abseits der Rennstrecke: Harald Thiel (links) und der Lange: Oliver Rodenhäuser. Beide verbindet eine sehr innige Hassliebe mit ihren Divas aus Bologna. 2020 ist ein Wechsel in den Triumph-Cup durchaus vorstellbar. Alle Trofeo-Teilnehmer werden entsprechend attraktive Wechselangebot erhalten. Ein Weiterführung der Trofeo Italiano macht leider vor allem aus sportlicher Sicht keinen Sinn.

Zum Saisonfinale werden hoffentlich alle vier verbliebenden Trofeo-Fahrer die beliebte Strecke in Oschersleben in Angriff nehmen. Verstärkt werden sie durch Harald Evers, der mit seinem Superbike aus dem Hause MV Agusta Spaß haben will.

Trofeo Italiano sagt zum Abschied leise Servus!

Bereits jetzt steht fest, dass Veranstalter Matthias Schröter die Trofeo Italiano 2020 nicht fortführen wird, wobei die sportlichen Gründe überwiegen. „Die Fahrer geben sich unglaublich viel Mühe. Sie stecken viel Geld und Zeit in den Motorsport, bekommen aber zwecks der Teilnehmerzahlen nicht das zurück, was sie verdient hätten“, sagt Organisator Schröter zu dem Dilemma. Außerdem fehlt die Exklusivität. Die Trofeo fährt ihres Trainings und die Rennen in der Superbike-Klasse der IBPM. Viel besser läuft es in den beiden Triumph-Serien T-Cup und T-Challenge, die in exklusiven Zeitblöcken gefahren werden kann. Doch dafür braucht es entsprechende Teilnehmerzahlen. „Allen verbliebenen Trofeo-Treilnehmern werden wir ein faires Wechselangebot in Richtung T-Cup und T-Challenge machen“, verspricht Schröter, „die Meisterschaften sind endlich wieder auf dem richtigen Kurs und die Motorräder funktionieren hervorragend.“

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